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Qualität

Die Lernpraxis ist auf Lernen und Veränderung strukturiert. Fachkräfte entwickeln sich, suchen neue Herausforderungen. Die Organisation soll solche Veränderungen organisch ermöglichen. So werden Fachkräfte in ihrer Entwicklung nicht eingeschränkt. So erstarren wir nicht in altgefassten Meinungen, sondern werden immer wieder durch neue Ideen herausgefordert.

Qualitätssicherung

Unsere fachliche Arbeit in der Lernpraxis reflektieren wir hauptsächlich in den folgenden zeitlichen Gefässen:

  • Die Teamsitzungen dienen dem Austausch zur Organisation, zur Administration und zu Fachlichem. Es ist auch die Veranstaltung, in der sich alle Fachkräfte regelmässig sehen. Anregungen, Störungen, Schwierigkeiten werden besprochen, Entscheidungen gefällt.
  • Die Retraiten finden halbjährlich ausserhalb der Praxisräumlichkeiten statt. Die November-Retraite dient der Reflexion unseres gemeinsamen Handelns, des «wir» . In der Frühlings-Retraite anderseits stellt jede Fachkraft ihr fachliches Fortkommen, das in der Vergangenheit erreichte und die Zukunftspläne vor. Dies wird liebevoll-kritisch von den andern Fachkräften gewürdigt und Ideen dazu angebracht.
  • Die fachlichen Supervisionen und Intervisionen unterstützen die Fachkraft in ihrer Arbeit. Aktuelle schwierige Situationen der Klienten oder mit den Klienten werden behandelt und Lösung und Unterstützung gegeben.

Führung

Die Personen der Führung treten mehrmals jährlich zusammen um Finanzen, Administratives, Strategien, Leitbildumsetzungen zu behandeln. Für die Fachkräfte wird der administrative und regulatorische Aufwand möglichst klein gehalten. Sie sollen ihre Aufmerksamkeit und Energie auf die Klienten ausrichten können. Führung hat hier was Dienendes.

Fachkraftentwicklung

Das klassische Mitarbeitergespräch ist durch ein «peer-supervised development» ersetzt. Nicht der Chef, eine einzelne Person, sondern die Fachkollegen und -kolleginnen würdigen die Arbeit einer Fachkraft. Sie weisen auf Schwächen in der Arbeit einer einzelnen Fachkraft hin, aktivieren Ressourcen, geben Anregungen, vernetzen und unterstützen.

Das Konzept des peer-supervised development haben wir den sogenannten peer-supervised Fachzeitschriften «abgeguckt». Dabei wird jeder Artikel, bevor er veröffentlicht wird, weiteren, mit dem Fachgebiet vertrauten Kollegen zur Begutachtung vorgelegt. Solche Fachzeitschriften erreichen eine höhere Qualität, als solche, in denen eine Person den Artikel überarbeitet und dann freigibt.

In Analogie «begutachten» mit dem Arbeitsalltag vertraute Kollegen und Kolleginnen die Arbeit und Entwicklung einer Fachkraft. Sie weisen auf Schwächen hin, geben Anregungen zur persönlichen, wie fachlichen Entwicklung in einem strukturierten Rahmen auf eine Art, die angenommen werden kann.

Unsere Grundannahmen im Umgang mit Fehlern: Fehlerumgang – Schwächen schwächen – Stärken stärken

Fehlerumgang

Wichtig ist uns, eine hohe Fehlertoleranz zu leben. Unsere Mitarbeiter machen Fehler. Fehler wollen wir nicht vertuscht haben, wir lernen davon. Fehler zu machen, unperfekt zu sein, gehört zu unserem ureigenen menschlichen Sein. Der Umgang damit ist wichtig.

Schwächen schwächen

Unsere Fachkräfte haben Schwächen. Sie sind Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten. Wichtig ist uns, dass wir uns so organisieren, dass Schwächen geschwächt werden. Sie sollen andere wenig stören. Schwächen sollen wenig Auswirkungen haben. Was jemand nicht gut kann, machen manchmal die andern. Oder sie unterstützen. Oder wir setzen ein kleines Lernprogramm an.

Wie wir mit uns umgehen, so gehen wir mit unseren kleinen, wie grossen Klienten um.

Stärken stärken

Uns gelingt dieser Ansatz nicht immer, aber immer besser. Stärken sollen sich ausbreiten. Für alle andern und für die Klienten hilfreich werden. Wir organisieren uns immer wieder neu, um Stärken zu erkennen und für alle andern unterstützend werden zu lassen.

Wie wir mit uns umgehen, so gehen wir mit unseren kleinen, wie grossen Klienten um.

Ethik

Alle Fachkräfte halten sich an die Standards ihrer jeweiligen Fachorganisationen bezüglich Ethik, Praxisführung, Verschwiegenheit und Datenschutz.

Supervision und Weiterbildung innerhalb wie ausserhalb der Lernpraxis ist selbstverständlich und wird (gegenseitig anlässlich der Retraiten) kontrolliert.